Die Natur ist unsere Lebensgrundlage und wir sind Teil von ihr. Sie ist absolut faszinierend mit ihrer Vielfältigkeit, Komplexität, extremen Anpassungen und Spezialisierungen. Ohne sie gäbe es weder Landwirtschaft noch sauberes Trinkwasser. Sie schafft unser Klima. Und: auch sie hat ein Existenzrecht.
Global und vor allem auch in der Schweiz ist der Zustand der Biodiversität schlecht. Gemäss BAFU, dem Bundesamt für Umwelt, sind durch die Zerstörung der Natur in Zukunft Ökosystemdienstleistungen wie z.B. Bestäubung nicht mehr gewährleistet.
Währenddessen ist beim Naturschutz in der Schweiz: Stillstand. Die Schweiz ist mit 10.8% Biodiversitätsfläche der ganzen Landesfläche das Schlusslicht von ganz Europa, obwohl sie sich verpflichtet hat, bis 2030 ganze 30% der Landesfläche für die Natur bereitzustellen, also der Natur hier den Vorrang vor uns Menschen zu lassen. (Alle Zahlen aus dieser Studie der European Environment Agency: www.eea.europa.eu/en/analysis/indicators/terrestrial-protected-areas-in-europe)
Die Biodiversitätskrise, zusammen mit der Klimakrise, bedroht die Existenz von Millionen von Pflanzen- und Tierarten, darunter auch die des Menschen.
Alle Angaben in Prozent
der gesamten Landesfläche.
Die Schweiz ist mit 10.8% Biodiversitätsfläche der ganzen Landesfläche das Schlusslicht von ganz Europa.
Was tut faunaberna?
Neben unseren Einsätzen und Exkursionen wollen wir noch mehr tun. Wir wollen aktiv dazu beitragen, dass mehr Raum geschaffen wird, in welchem die Natur vorrang hat! Durch den Erwerb von Land können wir unsere Projekte umsetzen, so wie wir wollen, und das Beste für die Natur machen. Zudem können wir sie so permanent schützen.
In einer Arbeitsgruppe sind wir daran, Land zu erwerben, um es ökologisch aufzuwerten und unter Schutz zu stellen. Dieses gehört dann nicht irgendwem, sondern dem Verein Faunaberna. Im unwahrscheinlichen Falle einer Auflösung von Faunaberna geht das Land gemäss Statuten an BirdLife. Wir sind dankbar um jedes finanzielle Mittel, um den Kauf von neuen Parzellen direkt zu finanzieren.
Spenden für Landkaufprojekte
Bis 2030 wollten wir 3 Hektaren Land in unterschiedlichen Lebensräumen kaufen, sozusagen als unseren Beitrag für das internationale «30 by 30»-Biodiversitätsziel. Dies haben wir 2026 erreicht, aber wir machen weiter.
Falls du dich an den Landkaufprojekten für die Natur beteiligen möchtest, findest du hier den aktuellen Stand der Landkaufprojekte. Als Faunaberna-Mitglied kannst du aktiv and den Projekten teilhaben.
Auch Spenden sind willkommen:
Elektronische Überweisungen mit dem Vermerk «Spende» an:
faunaberna
Spiegelstrasse 56
3095 Spiegel bei Bern
IBAN CH45 0839 0035 6275 1000 6

Möchtst du eine Rechnung?
Schreib uns eine Mail mit dem Betreff «Rechnung Spende» an:
info@faunaberna

Sag es weiter!
Um möglist viele Spender*innen zu finden, haben wir einen Flyer gestaltet. Du kannst ihn hier herunterladen, ausdrucken und dann Aufhängen oder weiterverteilen.
Unsere Landkaufprojekte
Im Grossraum Bern besitzt faunaberna
Hagi bei Burgistein

| Fläche | 4 144 m² |
| Aufwertungsarbeiten | mind. 1 Einsatz/Jahr |
Auf der Parzelle sind artenreiche Hecken, Einzelbäume, Krautsäume und zahlreiche Kleinstrukturen vorhanden.
Sie dient als Refugium und Rastplatz für eine vielzahl von Tierarten im ausgeräumten und intensiv genutzten Thurnenmoos.
Arten (Auswahl)
Feldhase (VU), Hermelin, Wasserspitzmaus (VU), Neuntöter (NT), Schwarzkehlchen (NT), Goldammer, Gartengrasmücke (VU), Waldeidechse (NT).
Abkürzungen Rote Liste der gefährdeten Arten der Schweiz: VU=verletzlich, NT=potentiell gefährdet.
Ehem. Kugelfang bei Toffen

| Fläche (3 Parzellen) | 24 870 m² |
| Aufwertungsarbeiten | mind. 2 Einsätze/Jahr |
Der grösste Teil der Parzellen besteht aus Wald, welcher von einem Bach durchquert wird und in einem Teich endet. Südlich des Waldes gibt es Krautsäume sowie eine extensive Wiese mit Hecke, Strauchgruppen und Totholzhaufen.
Auf den Parzellen sollen in erster Linie Fledermäuse, totholzbewohnende Käfer und Feuersalamander gefördert werden. Es konnten bis jetzt 10 Fledermausarten nachgewiesen werden, was der Hälfte aller Fledermausarten im Kanton Bern und ein drittel der Fledermausarten in der Schweiz entspricht.
Arten (Auswahl)
Feuersalamander (VU), Wespenbussard (NT), Braunes Langohr (VU), Kleiner Abendsegler (NT), Nordfledermaus (VU), Mopsfledermaus (EN), Kleine Bartfledermaus, Fransenfledermaus (NT), Grosses Mausohr (VU), Kleine Hufeisennase (EN).
Abkürzungen Rote Liste der gefährdeten Arten der Schweiz: EN=stark gefährdet, VU=verletzlich, NT=potentiell gefährdet.
Schafberg bei Köniz

| Fläche | 2 372 m² |
| Aufwertungsarbeiten | 1 Kontrollgang/Jahr |
Die Parzelle befindet sich inmitten eines Mischwaldes und besteht mehrheitlich aus Rotbuchen und Weisstannen.
Wir wollen die Parzelle möglichst sich selbst überlassen, um so das Vorkommen von Biotopbäumen und verschiedensten Formen von Totholzlebensräumen zu fördern.
Arten (Auswahl)
Fledermäuse, Totholzbewohnende Käfer, Amphibien (Landlebensraum).
Mehr erfahren
Möchtest auch du bei diesem Projekt mitmachen oder hast du eine Frage an uns? Dann schreib uns!
Bei unseren Events kannst du mehr zu diesem Thema erfahren.
Links
- Bundesamt für Umwelt (BAFU): «Biodiversität in der Schweiz» (2023)
bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/biodiversitaet/publikationen-studien/publikationen/biodiversitaet-schweiz-zustand-entwicklung.html - Bundesamt für Umwelt (BAFU): «Biodiversität: Das Wichtigste in Kürze» (2024)
bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/biodiversitaet/inkuerze.html - Bundesamt für Umwelt (BAFU): «Ökosystemleistungen» (2022)
bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/biodiversitaet/fachinformationen/oekosysteme/oekosystemleistungen.html - The European Environment Agency (EEA): «Terrestrial protected areas in Europe» (2023)
eea.europa.eu/en/analysis/indicators/terrestrial-protected-areas-in-europe - Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT): «SWIFCOB 22 ‹30×30: die neuen Biodiversitätsziele und ihre Bedeutung für die Schweiz›» (2022)
scnat.ch/de/id/6gBxk

